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Kühlhandtuch richtig aktivieren

Kühlhandtuch richtig aktivieren: Nass machen, auswringen, ausschütteln – so geht’s wirklich

Die Sonne brennt, der Schweiß läuft, und selbst der kleinste Luftzug fühlt sich an wie ein Geschenk. Genau in solchen Momenten soll ein Kühlhandtuch schnelle Erleichterung bringen. Man legt es in den Nacken, wischt über die Stirn oder trägt es beim Sport um die Schultern – und plötzlich wird die Hitze ein gutes Stück erträglicher.

Zumindest in der Theorie.

In der Praxis passiert nämlich häufig Folgendes: Das Handtuch wird kurz unter den Wasserhahn gehalten, tropfnass um den Hals gelegt und nach wenigen Minuten enttäuscht beiseitegelegt. „Das bringt doch gar nichts“, lautet dann das Urteil. Dabei liegt es oft nicht am Produkt, sondern an der Aktivierung.

Ein Kühlhandtuch funktioniert nicht wie ein Kühlakku aus dem Gefrierfach. Es benötigt Wasser, Luft und die richtige Vorbereitung. Erst das Zusammenspiel aus Nassmachen, Auswringen und Ausschütteln sorgt dafür, dass die Verdunstungskälte entstehen kann.

Doch wie nass muss das Tuch sein? Warum sollte man es ausschütteln? Darf man kaltes oder warmes Wasser verwenden? Und was kann man tun, wenn die kühlende Wirkung nachlässt?

Dieser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie Sie ein Kühlhandtuch richtig aktivieren, welche Fehler Sie vermeiden sollten und wie Sie den Kühleffekt beim Sport, auf Reisen, bei der Gartenarbeit oder an heißen Tagen möglichst lange nutzen.

Was ist ein Kühlhandtuch überhaupt?

Ein Kühlhandtuch ist ein speziell entwickeltes Funktionstuch, das Wasser aufnehmen und dieses kontrolliert wieder an die Umgebung abgeben kann. Durch die Verdunstung entsteht ein kühlender Effekt auf der Haut.

Anders als ein gewöhnliches Baumwollhandtuch saugt ein Kühlhandtuch die Feuchtigkeit nicht nur auf. Seine Materialstruktur soll dafür sorgen, dass das Wasser möglichst gleichmäßig verteilt wird und an der Oberfläche verdunsten kann.

Häufig bestehen Kühlhandtücher aus:

  • Mikrofaser
  • Polyester
  • Polyamid
  • PVA-Material
  • speziellen Mischgeweben mit netzartiger Struktur

Je nach Material fühlt sich das Tuch weich, glatt, gummiartig oder leicht schwammig an. Manche Varianten bleiben auch im trockenen Zustand flexibel. Andere werden beim Trocknen fest und müssen vor der nächsten Verwendung erneut vollständig eingeweicht werden.

Das Prinzip bleibt jedoch nahezu immer gleich: Wasser aufnehmen, überschüssige Flüssigkeit entfernen und anschließend Luft an das Gewebe bringen.

Wie funktioniert die Kühlung?

Der Kühleffekt entsteht hauptsächlich durch Verdunstung. Wenn Wasser vom feuchten Handtuch in die Luft übergeht, benötigt dieser Vorgang Energie. Diese Energie wird der unmittelbaren Umgebung entzogen – unter anderem der Wärme auf Ihrer Haut.

Das Tuch produziert also keine Kälte im klassischen Sinn. Es unterstützt vielmehr den natürlichen Abkühlungsprozess des Körpers.

Ein einfaches Beispiel: Wenn Sie mit nasser Haut aus dem Schwimmbad kommen und ein leichter Wind weht, fühlt sich die Luft plötzlich deutlich kühler an. Genau dieses Prinzip nutzt auch ein Kühlhandtuch.

Wie stark die Wirkung ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Umgebungstemperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Luftbewegung
  • Material des Handtuchs
  • Wassermenge im Gewebe
  • Größe der Kontaktfläche zur Haut

Bei trockener Hitze funktioniert die Verdunstung besonders gut. Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit kann der Effekt schwächer ausfallen, weil die Luft bereits viel Feuchtigkeit enthält und weniger Wasser aufnehmen kann.

Kühlhandtuch richtig aktivieren: Die drei entscheidenden Schritte

Die Aktivierung klingt zunächst simpel: nass machen, auswringen, ausschütteln. Doch jeder dieser Schritte erfüllt eine bestimmte Aufgabe.

Schritt 1: Das Kühlhandtuch vollständig nass machen

Halten Sie das Handtuch unter fließendes Wasser oder legen Sie es für einige Sekunden in eine Schüssel mit Wasser. Wichtig ist, dass das gesamte Material gleichmäßig durchfeuchtet wird.

Ein kurzes Benetzen einzelner Stellen reicht meistens nicht aus. Vor allem dickere oder festere Kühlhandtücher benötigen etwas Zeit, damit das Wasser bis in die inneren Materialschichten gelangt.

Gehen Sie am besten folgendermaßen vor:

  1. Falten Sie das Handtuch auseinander.
  2. Halten Sie es vollständig unter Wasser.
  3. Bewegen und kneten Sie es leicht.
  4. Prüfen Sie, ob keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind.
  5. Nehmen Sie es erst dann aus dem Wasser.

Bei PVA-Kühlhandtüchern, die im trockenen Zustand hart geworden sind, sollten Sie keinesfalls versuchen, das Material gewaltsam auseinanderzubiegen. Weichen Sie das Tuch zunächst ein, bis es wieder weich und beweglich wird. Andernfalls können Risse entstehen.

Zuletzt aktualisiert am Juli 6, 2026 um 10:40 pm . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Kaltes oder warmes Wasser – was ist besser?

Viele Menschen verwenden eiskaltes Wasser, weil sie sich davon eine stärkere Kühlung versprechen. Das ist durchaus angenehm, aber nicht zwingend notwendig.

Auch normales Leitungswasser kann den Verdunstungseffekt aktivieren. Selbst lauwarmes Wasser funktioniert grundsätzlich. Das Tuch kühlt sich beim Verdunsten nach und nach ab.

Kaltes Wasser hat allerdings einen sofortigen Vorteil: Das Handtuch fühlt sich bereits beim ersten Auflegen frisch an. Gerade nach dem Sport oder bei großer Hitze kann das wohltuend sein.

Eiswasser ist möglich, aber nicht immer sinnvoll. Bei empfindlicher Haut, Kreislaufproblemen oder einem stark erhitzten Körper kann ein extrem kalter Reiz unangenehm wirken. Hier ist kühles Leitungswasser meist die bessere Wahl.

Schritt 2: Das Tuch gründlich auswringen

Nach dem Einweichen befindet sich häufig zu viel Wasser im Gewebe. Wird das Handtuch tropfnass verwendet, läuft Wasser über Kleidung und Haut. Noch wichtiger: Ein vollständig mit Wasser gesättigtes Tuch kann schlechter verdunsten.

Die Oberfläche braucht Kontakt zur Luft. Ist das Gewebe zu nass, liegt das Wasser schwer im Material, anstatt sich fein und gleichmäßig zu verteilen.

Wringen Sie das Tuch deshalb so weit aus, dass es:

  • deutlich feucht bleibt,
  • nicht mehr tropft,
  • sich leicht und flexibel anfühlt,
  • keine Wasserpfützen hinterlässt.

Sie müssen nicht mit maximaler Kraft drehen. Gerade dünne Mikrofaserprodukte können dadurch unnötig beansprucht werden. Drücken Sie das Handtuch lieber mehrfach zusammen oder wringen Sie es vorsichtig aus.

Der ideale Zustand liegt zwischen klatschnass und nur noch leicht feucht. Es soll genügend Wasser für die Verdunstung enthalten, aber nicht davon übersättigt sein.

Schritt 3: Das Kühlhandtuch kräftig ausschütteln

Nun folgt der Schritt, der am häufigsten vergessen wird: das Ausschütteln.

Fassen Sie das Handtuch an zwei Ecken und schütteln Sie es einige Male kräftig durch die Luft. Zwei bis fünf deutliche Bewegungen reichen bei vielen Modellen bereits aus.

Doch warum ist das nötig?

Durch das Ausschütteln wird die Oberfläche des Handtuchs der Luft ausgesetzt. Gleichzeitig lockert sich das Material, die Feuchtigkeit verteilt sich, und die Verdunstung beginnt. Das Tuch kann sich dadurch spürbar kühler anfühlen.

Bei manchen Produkten wird empfohlen, das Handtuch regelrecht „schnappen“ zu lassen. Übertreiben müssen Sie es allerdings nicht. Es geht nicht darum, möglichst viel Kraft aufzuwenden, sondern Luft an beide Seiten des Gewebes zu bringen.

Nach dem Ausschütteln können Sie das Handtuch sofort verwenden.

So verwenden Sie das aktivierte Kühlhandtuch richtig

Nach der Aktivierung wird das Tuch dort aufgelegt, wo es angenehm kühlen kann. Besonders beliebt sind Körperstellen, an denen größere Blutgefäße relativ nah unter der Haut verlaufen.

Dazu gehören:

  • Nacken
  • Stirn
  • Schläfen
  • Handgelenke
  • Unterarme
  • Kniekehlen
  • Brust- und Schulterbereich

Beim Sport wird das Tuch häufig locker in den Nacken gelegt. Achten Sie darauf, dass es nicht zu eng sitzt und Sie in Ihrer Bewegung nicht behindert.

Für die Stirn kann es schmal gefaltet werden. Manche Menschen legen es kurz auf die geschlossenen Augen, um sich nach einem anstrengenden Tag zu entspannen. Dabei sollte das Tuch sauber sein und nicht mit Schweiß, Sonnencreme oder anderen Rückständen belastet sein.

Ein Kühlhandtuch darf angenehm frisch sein, sollte jedoch kein Taubheitsgefühl, starkes Frösteln oder Schmerzen verursachen. Nehmen Sie es ab, wenn sich die Kühlung unangenehm anfühlt.

Zuletzt aktualisiert am Juli 6, 2026 um 10:40 pm . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Wie lange bleibt ein Kühlhandtuch kühl?

Eine pauschale Dauer lässt sich kaum angeben. Je nach Material und Umgebung kann der Effekt etwa zwanzig Minuten bis mehrere Stunden wahrnehmbar sein.

An einem trockenen, windigen Tag verdunstet das Wasser schnell. Das Tuch kühlt spürbar, muss aber früher erneut angefeuchtet werden. Bei hoher Luftfeuchtigkeit verdunstet die Feuchtigkeit langsamer. Das Tuch bleibt länger nass, fühlt sich jedoch möglicherweise weniger kühl an.

Auch die Nutzung spielt eine Rolle. Liegt das Handtuch eng zwischen Haut und Kleidung, gelangt weniger Luft an das Material. Offen im Nacken oder auf den Schultern kann es besser „atmen“.

Sobald sich das Handtuch nicht mehr kühl anfühlt, bedeutet das nicht automatisch, dass es vollständig trocken ist. Häufig reicht es, das Tuch abzunehmen und erneut auszuschütteln.

So reaktivieren Sie das Kühlhandtuch unterwegs

Der große Vorteil eines Kühlhandtuchs liegt darin, dass es mehrfach aktiviert werden kann. Eine Steckdose, ein Kühlschrank oder ein Gefrierfach ist dafür nicht erforderlich.

Wenn die Kühlwirkung nachlässt, probieren Sie zunächst diese Methode:

  1. Nehmen Sie das Handtuch von der Haut.
  2. Breiten Sie es vollständig aus.
  3. Schütteln Sie es mehrfach kräftig aus.
  4. Legen Sie es erneut auf.

Ist noch ausreichend Feuchtigkeit im Gewebe vorhanden, kann die Kühlung dadurch wieder deutlicher werden.

Fühlt sich das Tuch bereits fast trocken an, befeuchten Sie es erneut. Unterwegs genügt häufig eine Wasserflasche. Gießen Sie etwas Wasser über das Tuch, verteilen Sie die Feuchtigkeit durch Kneten, wringen Sie es leicht aus und schütteln Sie es anschließend.

Das funktioniert beim Wandern, Radfahren, auf Festivals, beim Camping oder während längerer Autofahrten.

Die häufigsten Fehler bei der Aktivierung

Obwohl die Handhabung unkompliziert ist, mindern einige typische Fehler den Kühleffekt deutlich.

Das Handtuch wird nur oberflächlich befeuchtet

Ein paar Spritzer Wasser reichen bei vielen Modellen nicht aus. Bleiben Teile des Materials trocken, kann sich die Feuchtigkeit nicht gleichmäßig verteilen.

Besser ist es, das Tuch beim ersten Aktivieren vollständig zu durchnässen.

Das Handtuch bleibt tropfnass

Mehr Wasser bedeutet nicht automatisch mehr Kühlung. Ein übermäßig nasses Tuch ist schwer, unpraktisch und kann schlechter belüftet werden.

Wringen Sie es so aus, dass es feucht bleibt, aber nicht tropft.

Das Ausschütteln wird ausgelassen

Ohne Ausschütteln fühlt sich das Handtuch möglicherweise lediglich nass an. Die Luftbewegung hilft dabei, die Verdunstung anzustoßen.

Gerade dieser kurze Schritt kann einen spürbaren Unterschied machen.

Das Tuch wird eng unter Kleidung getragen

Unter einem dicken Hemd, einer Jacke oder einem eng anliegenden Sportoberteil gelangt kaum Luft an das Material. Dadurch wird die Verdunstung gebremst.

Tragen Sie das Kühlhandtuch möglichst offen oder so, dass zumindest Teile der Oberfläche frei liegen.

Das Handtuch wird in einer geschlossenen Tasche vergessen

Ein feuchtes Tuch in einer luftdichten Tasche kann schnell muffig riechen. Bei Wärme können sich zudem Keime vermehren.

Nehmen Sie das Handtuch nach der Nutzung aus der Verpackung und lassen Sie es trocknen oder waschen Sie es zeitnah.

Zuletzt aktualisiert am Juli 6, 2026 um 10:40 pm . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Warum fühlt sich mein Kühlhandtuch nicht kalt an?

Manchmal wurde das Tuch korrekt aktiviert und wirkt trotzdem weniger kühl als erwartet. Dafür kann es mehrere Gründe geben.

Die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch

Bei schwüler Hitze verdunstet Wasser langsamer. Das Handtuch bleibt feucht, kann aber weniger Wärme entziehen.

Etwas Luftbewegung hilft. Schütteln Sie das Tuch häufiger aus oder verwenden Sie es in Verbindung mit einem Ventilator.

Das Tuch ist zu nass

Ein klatschnasses Tuch kann sich zunächst kühl anfühlen, verliert diesen Eindruck aber schnell. Wringen Sie es stärker aus und schütteln Sie es erneut.

Das Material ist verschmutzt

Schweiß, Hautfett, Sonnencreme oder Waschmittelrückstände können die Fasern beeinträchtigen. Dadurch nimmt das Material Wasser möglicherweise schlechter auf oder gibt es ungleichmäßig ab.

Eine gründliche Reinigung kann die Funktion verbessern.

Die Erwartungen sind zu hoch

Ein Kühlhandtuch ist kein Ersatz für eine Klimaanlage und senkt auch nicht automatisch die gesamte Körpertemperatur. Es bietet lokale Erfrischung und kann das Hitzegefühl lindern.

Wer eine eisige Kälte wie bei einem Kühlpack erwartet, wird möglicherweise enttäuscht sein. Dafür ist das Handtuch leichter, flexibler und jederzeit mit Wasser reaktivierbar.

Kühlhandtuch beim Sport aktivieren

Beim Joggen, Radfahren, Fitness oder Tennis kann ein Kühlhandtuch besonders angenehm sein. Aktivieren Sie es möglichst kurz vor dem Training, damit es beim Start noch ausreichend feucht ist.

Für längere Einheiten empfiehlt es sich, das Tuch in einer belüfteten Tasche oder einem separaten Fach mitzunehmen. Eine kleine Wasserflasche hilft beim Nachbefeuchten.

Nach dem Sport sollte das Tuch nicht zusammengerollt in der Sporttasche liegen bleiben. Dort treffen Feuchtigkeit, Wärme und Schweiß aufeinander – ideale Bedingungen für unangenehme Gerüche.

Waschen oder spülen Sie es möglichst bald aus und lassen Sie es vollständig trocknen.

Kühlhandtuch bei Hitze im Alltag verwenden

Nicht nur Sportler profitieren von der kühlenden Wirkung. Ein aktiviertes Kühlhandtuch kann auch bei vielen Alltagssituationen für Erleichterung sorgen:

  • Gartenarbeit
  • Dachgeschosswohnungen
  • Autofahrten ohne starke Klimaanlage
  • Camping
  • Festivals
  • Arbeiten im Freien
  • Spaziergänge
  • Reisen in warme Regionen
  • Hitzetage im Büro

Besonders praktisch ist es für Menschen, die unterwegs keine Möglichkeit haben, sich regelmäßig abzukühlen. Solange Wasser verfügbar ist, lässt sich das Tuch immer wieder aktivieren.

Trotzdem gilt: Bei starker Hitze sind Schatten, ausreichendes Trinken, leichte Kleidung und Pausen ebenso wichtig. Ein Kühlhandtuch ergänzt diese Maßnahmen, ersetzt sie aber nicht.

Darf das Kühlhandtuch ins Gefrierfach?

Einige Menschen legen ihr nasses Kühlhandtuch in den Kühlschrank oder sogar ins Gefrierfach. Ob das sinnvoll ist, hängt vom Material und den Herstellerangaben ab.

Im Kühlschrank kann das bereits aktivierte Tuch vorgekühlt werden. Das sorgt beim Auflegen für einen besonders frischen Moment.

Beim Gefrierfach ist Vorsicht geboten. Das Material kann steif werden, und sehr niedrige Temperaturen können die Haut belasten. Außerdem vertragen nicht alle Kunstfasern oder PVA-Produkte das Einfrieren gleich gut.

Prüfen Sie deshalb immer die Pflegehinweise. Ohne ausdrückliche Freigabe ist normales kaltes Wasser die sicherere Lösung.

Reinigung und Pflege nach der Nutzung

Damit das Kühlhandtuch hygienisch bleibt und lange funktioniert, sollte es regelmäßig gereinigt werden.

Spülen Sie es nach jeder Nutzung gründlich mit klarem Wasser aus, besonders wenn es mit Schweiß, Chlorwasser oder Sonnencreme in Berührung gekommen ist.

Je nach Produkt darf das Handtuch:

  • von Hand gewaschen,
  • in der Waschmaschine gereinigt,
  • mit mildem Waschmittel behandelt,
  • bei niedriger Temperatur gewaschen werden.

Weichspüler ist häufig ungeeignet. Er kann sich wie ein Film um die Fasern legen und die Wasseraufnahme beeinträchtigen. Auch aggressive Bleichmittel oder sehr hohe Waschtemperaturen können das Material beschädigen.

Lesen Sie deshalb das Pflegeetikett. Kühlhandtücher sehen ähnlich aus, können sich bei der Reinigung aber deutlich unterscheiden.

Muss das Handtuch vollständig trocknen?

Mikrofaser-Kühlhandtücher können in der Regel vollständig an der Luft trocknen. Hängen Sie sie locker auf und sorgen Sie für gute Belüftung.

Einige PVA-Handtücher werden beim Trocknen hart. Das ist nicht unbedingt ein Qualitätsmangel, sondern materialbedingt. Vor der nächsten Verwendung müssen sie wieder eingeweicht werden.

Andere PVA-Produkte sollen leicht feucht in einer speziellen Dose aufbewahrt werden. In diesem Fall muss die Aufbewahrungsbox sauber sein, damit sich kein unangenehmer Geruch oder Schimmel bildet.

Entscheidend sind auch hier die Herstellerhinweise.

Wie lässt sich der Kühleffekt verlängern?

Mit einigen kleinen Anpassungen können Sie die Wirkung besser nutzen:

  1. Aktivieren Sie das Handtuch vollständig.
  2. Wringen Sie überschüssiges Wasser sorgfältig aus.
  3. Schütteln Sie es regelmäßig erneut aus.
  4. Lassen Sie möglichst viel Luft an das Gewebe.
  5. Befeuchten Sie es, bevor es ganz austrocknet.
  6. Reinigen Sie es regelmäßig.
  7. Bewahren Sie es nicht feucht und verschlossen auf.

Auch die Faltung spielt eine Rolle. Ein mehrfach dick gefaltetes Tuch hält mehr Wasser, bietet aber weniger Oberfläche für die Verdunstung. Dünn ausgebreitet kühlt es oft stärker, trocknet jedoch schneller.

Welche Variante besser ist, hängt von der Situation ab. Beim kurzen Training kann eine große offene Fläche sinnvoll sein. Bei einer längeren Wanderung ist ein etwas dicker gefaltetes Tuch möglicherweise praktischer.

Für wen ist ein Kühlhandtuch geeignet?

Grundsätzlich können viele Menschen ein Kühlhandtuch nutzen. Es ist leicht, benötigt keinen Strom und lässt sich kompakt transportieren.

Besonders beliebt ist es bei:

  • Freizeitsportlern
  • Wanderern
  • Radfahrern
  • Menschen, die im Freien arbeiten
  • Reisenden
  • Gartenfreunden
  • Besuchern von Veranstaltungen
  • Personen, die Hitze als belastend empfinden

Bei kleinen Kindern, älteren Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Beschwerden sollte die Anwendung aufmerksam begleitet werden. Ein Kühlhandtuch darf notwendige medizinische Maßnahmen nicht ersetzen.

Treten bei Hitze Schwindel, starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit, ungewöhnliche Schwäche oder Kreislaufprobleme auf, reicht ein nasses Handtuch nicht aus. Die betroffene Person sollte aus der Hitze gebracht und bei ernsthaften Beschwerden medizinische Hilfe organisiert werden.

Häufig gestellte Fragen zur Aktivierung

Wie oft kann ich ein Kühlhandtuch aktivieren?

So oft, wie es benötigt wird. Solange das Material intakt und sauber ist, können Sie es immer wieder nass machen, auswringen und ausschütteln.

Muss ich das Kühlhandtuch vor der ersten Nutzung waschen?

Das ist meist empfehlenswert. Eine erste Wäsche oder gründliches Ausspülen entfernt mögliche Produktionsrückstände und verbessert bei manchen Materialien die Wasseraufnahme. Beachten Sie die Anleitung des Herstellers.

Kann ich Salzwasser verwenden?

Klares Süßwasser ist besser. Salzwasser kann Rückstände hinterlassen und das Material auf Dauer belasten. Nach Kontakt mit Meerwasser sollte das Handtuch gründlich ausgespült werden.

Darf ich Duftöl ins Wasser geben?

Davon ist eher abzuraten. Öle können die Fasern beschichten, die Wasseraufnahme verschlechtern und Hautreizungen verursachen. Verwenden Sie am besten sauberes Wasser.

Warum muss ich das Handtuch erneut ausschütteln?

Wenn das Tuch längere Zeit auf der Haut liegt, erwärmt sich die Kontaktfläche. Durch erneutes Ausschütteln gelangt wieder Luft an das Gewebe, und die Feuchtigkeit verteilt sich neu.

Kühlhandtuch richtig aktivieren – Unsere Schlussfolgerung:

Ein Kühlhandtuch richtig zu aktivieren ist keine Wissenschaft – doch auf die Reihenfolge kommt es an. Zuerst wird das Material vollständig nass gemacht. Anschließend entfernen Sie überschüssiges Wasser, bis das Tuch feucht, aber nicht mehr tropfnass ist. Zum Schluss wird es mehrfach kräftig ausgeschüttelt, damit Luft an die Oberfläche gelangt und die Verdunstung beginnen kann.

Die einfache Formel lautet daher:

Nass machen, auswringen, ausschütteln und locker auflegen.

Lässt die Wirkung nach, reicht häufig erneutes Ausschütteln. Ist das Material zu trocken geworden, wird es einfach wieder befeuchtet. Genau diese unkomplizierte Reaktivierung macht Kühlhandtücher zu praktischen Begleitern beim Sport, im Garten, auf Reisen oder an besonders heißen Tagen.

Wunder darf man von ihnen nicht erwarten. Sie ersetzen weder Schatten noch Wasser, Pausen oder einen vernünftigen Hitzeschutz. Richtig eingesetzt können sie jedoch für eine spürbare, angenehme Erfrischung sorgen.

Und mal ehrlich: Wenn die Luft steht und die Sonne alles aufheizt, kann schon ein kühles Tuch im Nacken den entscheidenden Unterschied machen.